Häufige Fragen bei Kindern

  Warum Kieferorthopädie?
  Ab welchem Alter sollte ich mein Kind zum Kieferorthopäden bringen?
  Schadet es, wenn mein Kind zu lange am Daumen oder Schnuller lutscht?
  Wie lange muss mein Kind die Spange tragen?
  Wie oft muss mein Kind zur Kontrolle kommen?
  Welche Bedeutung hat mein Kind in der Behandlung? Kann es Verantwortung für
den Behandlungserfolg übernehmen?

Warum Kieferorthopädie?

Es gibt eine Menge an Gründen. In aller Kürze: es ist nicht vorrangig die Ästhetik und Ebenmäßigkeit der Zähne, die nach einer kieferorthopädischen Behandlung auffällt. Sondern das Selbstvertrauen Ihres Kindes gewinnt sichtbar. Zudem funktionieren Zähne und Kiefergelenk erstmals richtig. Falls eine kieferorthopädische Behandlung nötig ist, sollten Sie schnell handeln, aus Verantwortung ihrem Kind gegenüber. Sie ersparen ihm damit langfristig Probleme und Schmerzen. Zu den negativen Spätfolgen ausgeprägter Zahnfehlstellungen zählen ausgeprägte Verdauungsstörungen (aufgrund mangelhafter Zerkleinerung der Nahrung), Muskelverspannungen in Gesicht, Kopf und Nacken oder starke Kopfschmerzen.

Ab welchem Alter sollte ich mein Kind zum Kieferorthopaden bringen?

Zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahr ihres Kindes sollten Sie ihren Zahnarzt fragen, ob eine kieferorthopädische Behandlung nötig ist. Generell jedoch kommen Kinder ab dem neunten bis zehnten Lebensjahr zu uns zum Beratungsgespräch. Zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahr ihres Kindes sollten Sie ihren Zahnarzt fragen, ob eine kieferorthopädische Behandlung nötig ist. Generell jedoch kommen Kinder ab dem neunten bis zehnten Lebensjahr zu uns zum Beratungsgespräch.

Schadet es, wenn mein Kind zu lange am Daumen oder Schnuller lutscht?

Ja. Es kommt nicht nur zur Verformung von Kiefer und Zähnen (z.B. mit der Folge eines offenen Bisses, einer großen Frontzahnstufe oder eines Kreuzbisses), sondern auch zu einer Fehllage der Zunge. Die Zunge wird durch den Schnuller oder Finger nach unten gedrückt. Somit fehlt der Wachstumsimpuls der Zunge auf den Oberkiefer, in der Folge bleibt der Oberkiefer zu schmal. Typischerweise entwickeln die Kinder dann keinen korrekten Lippenschluss, der Mund steht häufig offen und die Nasenatmung ist behindert.

Wie lange muss mein Kind die Spange tragen?

Das hängt von diversen Faktoren ab: der Art und Schwere der Zahnfehlstellung, der Reaktionsbereitschaft der Gewebe - und letztlich ganz wesentlich von der Mitarbeit. In den meisten Fällen erweist sich eine Zwei-Phasen-Behandlung als sinnvoll: für rund ein Jahr eine herausnehmbare Spange, bis alle bleibenden Zähne stehen. Dann für 18 bis 24 Monate eine festsitzende Spange und danach für ein Jahr eine Nachtspange sowie Retainer.

Wie oft muss mein Kind zur Kontrolle kommen?

Bei herausnehmbaren Spangen in etwa alle acht Wochen, bei festen zwischen vier und acht Wochen und in der Retentionsphase alle drei Monate.

Welche Bedeutung hat mein Kind in der Behandlung? Kann es Verantwortung für den Behandlungserfolg übernehmen?

Ihr Kind steht bei uns im Mittelpunkt. Es wird zuerst begrüßt, und nach der ersten Untersuchung wird Ihnen beiden der vorliegende Befund erklärt. Im Behandlungszimmer ist es äußerst wichtig, dass die Eltern ihrem Kind den Vortritt lassen und sich etwas zurücknehmen. Wir wollen ein persönliches Verhältnis zu Ihrem Kind aufbauen. Und die Eigenverantwortung Ihres Kindes stärken. Nur dann wird Ihr Kind auch regelmäßig bei der Behandlung mitarbeiten: seine Spange tragen und sie richtig pflegen.